Monat: Februar 2016

…es ist vollbracht,

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oder: erstens kommt es anders als man meistens  zweitens denkt

die Kapelle

Geplant war ein Workshop bei Mar Gottfried, so fuhr ich gestern nach Bodenheim (Nähe Wiesbaden).

Da ich ja dieses Jahr zur Priesterin geweiht werden soll aber wenig Erfahrung habe, auch wenn ich schon seit mehr als 2 Jahren Diakonin bin, war dieser Workshop einfach notwendig und wichtig. Und wir wollten sowohl einen Termin für die  Priesterweihe festlegen, aber auch weitere Notwendigkeiten besprechen.

Der Vorschlag, den Mar Gottfried mir dann machte, war zwar nicht neu – aber ich musste doch nochmal überlegen.

Wir können die Weihe auch am Sonntag „durchführen.“

Da war erstmal durchatmen angesagt. Tiiiiiiiiiief durchatmen. An sich wollte meine Famile ja dabei sein, und auch enge Freunde. Andereseits…

Der dritte Sonntag der Fastenzeit trägt den Namen „Oculi“. Das Thema ist „loslassen“. Ich fand es passend. Passend für eine Priesterweihe. Passend vor allem, weil ich mich somit von dem ursprünglichen Plan „verabschiedet“ habe. (Und nicht nur, dass ich somit nicht wie geplant feiern würde – auch meine Kleidung würde anders sein, denn ich hatte weder mein Priesterhemd noch meine Albe und Stola mitgenommen).

Erst wollte ich eine Nacht drüber schlafen.

Dann habe ich doch kurzerhand gestern Abend noch meine Kinder und meine Schwester, sowie eine Freundin und nicht zuletzt meinen Freund gefragt, ob sie Veto einlegen würden (diese Chance sollten sie haben).

Aber sie lieben mich – bedauerten, dass sie nicht dabei sein würden aber wünschten mir von Herzen alles Gute.

Meine Schwester schrieb aber umgehend: Sie wäre auch nach Schottland gekommen (das zu erklären führt hier und jetzt zu weit), da würde Wiesbaden sie doch nicht abschrecken).

Ich habe am Abend noch lange meditiert – und spürte, ja, es ist die richtige Enscheidung. Hier und jetzt.

Nach einem Frühstück ging es heute morgen von Bodenheim nach Eltville. Mar Gottfried und ich bereiteten die Kapelle vor, gingen noch mal die Messe durch.

Meine Schwester und mein Neffe trafen dann auch ein (ein wenig aufgehalten durch Stau).

Ich weiß nicht, wieviele Fehler ich gemacht habe. Aber das ist auch nicht das Entscheidende. Ich weiß, wie es sich angefühlt hat. Unbeschreiblich. Es lässt sich nicht in Worte fassen. Und es wird sicher einige Tage dauern, bis es sich „setzt“.

Ich habe auch jetzt am Abend noch Tränen in den Augen. Der Freude. Des Überwältigt-Seins.

Mein Dank gilt Mar Gottfried, von dem ich den Segen erhalten habe.

Meiner Schwester und meinem Neffen, die 200 km gefahren sind (also insgesamt        400 km) um mich bei diesem wichtigen Ereignis zu begleiten. Und den Freunden, die es wussten und mir ihren Segen geschickt haben – und die einfach an mich gedacht haben.

Und ich danke vor allem und zu allererst Gott, der mich berufen hat. Mal mehr, mal weniger laut. Aber immer wieder. Und durch  Zeiten des Zweifels hindurch.

Diese Weihe ist kein Endpunkt. Es ist ein Beginn…..

 

Priesterweihe 1

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Fastenzeit

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Die Fastenzeit ist nun schon eine Woche „alt“.

Geplant war (und ist nach wie vor) die kirchlische Fastenzeit mit meinem Abnehmen zu verbinden. So hatte ich dann beschlossen, zusätzlich zu meinem 16:8 Essrhythmus (also 16 Stunden fasten und innerhalb eines 8-stündige Fensters zu essen, man könnte aber auch einfach sagen, ich lass das Frühstück ausfallen) die Form 5:2 auszuprobieren. 2 Fastentage à 500 kcal und 5 Tage im ausgeglichenen Kalorienbereich zu essen. Dazu „clean eating“ – keine Süßigkeiten, kein Industriezucker, kein Junk Food.

Um das ganze meinem Alltag anzupassen hatte ich folgende Änderungen angesetzt:

2 Tage bei bis zu 750 kcal fasten
3 Tage  bis zu 1500 kcal essen
2 Tage nicht zählen (Wochenende), dabei aber clean eating beibehalten.

Jetzt habe ich aber einen Mann (seit dem Jahreswechsel) der nunmal gern nascht. Und vor allem meine Backkünste liebt. Das wird also schwer.

Und ich bin in den Wechseljahren – das macht mir auch zu schaffen. So hab ich gestern dann doch „gesündigt“ und einen Keks gegessen. Aber ich hadere deswegen nicht mit mir. Ich merke gerade, dass ich an manchen Punkten einfach mehr Rücksicht auf meine Befindlichkeiten nehmen muss, dass aber, ohne mein Ziel aus den Augen zu verlieren. Ich werde also an meinen Essensplänen nochmal etwas basteln müssen.

Mich zu wiegen kann ich momentan auch vergessen, hormonell bedingt steigt mein Gewicht in den letzten Tagen – aber ich weiß ja, es geht auch wieder runter.
(Hab ich schonmal erwähnt, dass Geduld NICHT meine Stärke ist?)

Schön ist, dass ich wieder mehr Musik mache. Meine Whistles freuts – meine Nachbarn haben sich auch noch nicht beschwert, also alles in bester Ordnung. (Ach ja – falls jemand weiß wo ich günstig die Noten für die Lieder aus „Herr der Ringe“ bekomme (für Tin bzw. Low whistle), dann freue ich mich über den Hinweis).

Sport ist im Moment aufgrund von Krankheit unregelmäßig gewesen, aber das wird auch wieder. Ab und an muckt die Schulter wieder, mag am nasskalten Wetter liegen. Aber auch hier bin ich zuversichtlich.

Ich wünsche allen noch eine schöne vorosterliche Zeit

Eure

Martina