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Herausforderungen….

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oder auch challenges, wie man ja auch sagt.

Nein, ich habe nicht wieder einen (mehr oder weniger irrsinnigen, zumindest aber ehrgeizigen) 100-Tage-Plan erarbeitet.

Meine Herausforderung in diesem (hoffentlich schönen) Monat Mai besteht schlicht und ergreifend im gesund werden.

Einige haben es ja auf anderen Seiten schon mitbekommen, mich hat eine Depression erwischt. Aber so richtig, richtig fies. 6 Wochen war ich nun arbeitsunfähig zuhause. Um dem Krankengeldbezug zu entgehen, aber auch weil mir die Arbeit fehlt, werde ich ab morgen, dem 02.05.2016, wieder zur Arbeit gehen, wenn auch erstmal nur Teilzeit.

Wie konnte es dazu kommen?
Nun, Depressionen kenne ich seit meiner Jugend. Mal mehr, mal weniger heftig. Diesmal habe ich die Warnhinweise ganz einfach übersehen, nicht beachtet, ignoriert. Eine Mischung aus all dem war es wohl.
Dann kamen ziemlich böse Gedanken – nämlich, dass nicht mehr zu leben doch ganz nett sei. Da ich Zwilling bin gab es aber Gott sei Dank immer auch die Stimme, die mich am Leben hielt. Ist ja auch schön, das Leben.

Schlafen konnte ich auch nicht – und das war wirklich ein Problem.

Nun halfen die ersten Medikamente nicht oder waren zu stark. Ich bin also jetzt beim vierten Medikament, welches weitgehend zu helfen scheint. Auch wenn der  Schlaf noch immer nicht „normal“ ist.

Meine Stimmung ist wieder besser – aber ich weiß, dass ist dem Antidepressivum geschuldet. Ein Antrag auf Reha läuft, auf der Liste für eine ambulante Psychotherapie stehe ich auch. Und beides wird nötig sein, um mich dauerhaft „lebensfähig“ zu machen.

Meine Herausfoderungen/challenges über das bloße Leben (und funktionieren) hinaus bestehen aber auch aus schönen (und manchen notwendigen) Dingen:

Ein Depressionstagebuch zu führen. Könnte ja helfen. Hätte ich nur vor 6 Wochen schon beginnen sollen, aber besser spät als nie.

Platz für Kreativität.
Meine Gitarre ist gestimmt. Eine neue schon ins Auge gefasst: eine Westerngitarre (so wie meine erste Gitarre, die ich geliebt hatte). Und vielleicht auch eine Ukulele. Mal sehen. Noch suche ich ja „das“ Instrument für mich.
Zeichnen und Malen – ausmalen finde ich gerade ganz toll, zeichnen soll hinzu kommen. Aber ohne Druck.
Fotos: auf Instagramm (zu finden dort unter @matodemi) nehme ich an zwei challenges teil, die #maimotive von #mafflumomente und #feenstaubquartett. Auch ganz ohne Druck. Just for fun. Aber das kreative zu fördern hat mir die letzten Wochen schon gut getan.

Aufräumen. In der Wohnung ebenso wie im Leben. Stück für Stück. Und auch jedes  bisschen als Erfolg anzusehen. Und nicht zu sehen, was alles nicht geschafft wurde (das kann ich ja besonders gut, das „Scheitern“ zu sehen).

Abnehmen. Die mangelnde Bewegung plus falsche Ernährung haben natürlich wieder für ein Plus auf der Waage gesorgt. Okay. Ist halt so. Kann ich wieder ändern. Ändere ich wieder. Ab jetzt.

Das wars erstmal wieder – genießt den beginnenden Frühling.

Das Leben ist bunt. Nicht nur grau. Glaubts mir

 

 

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